Sturmnacht!

Um 1:30 weckt uns der heranbrausende Sturm. Heftigste Regenfälle und Windstösse fordern unser Zelt heraus! Unser Kaikkialla meistert die Nacht mit Bravour. Ein bisschen mulmig wird es uns, wenn der Wind sogar unsere Mätteli am Fussende anhebt… 🙂

Am Morgen sind nur noch der starke Wind und die kalte Temperatur übrig. Wir beginnen unsere Fahrt rutschend, teilweise sogar das Velo stossend auf einer 1km langen Erd-Dreckstrasse (Baustelle). Im Zick-Zack gehts mit starkem Seiten- oder Rückenwind durchs Land nach Jever. Dort besichtigen wir ausgefroren den kleinen Wochenmarkt und geniessen beim Bäckerstand Süssgebäcke. Am Ende der Stadt wärmen wir uns in einem Einkaufszentrum auf.

Auf einem mit feinstem Teer asphaltierten Fahrradweg radeln wir der Hauptstrasse entlang nach Wilhelmshaven. Riesige Militärhäfen und -arsenale prägen das Stadtbild. Die Kaiser-Wilhelm-Brücke können wir wegen Renovationsarbeiten nicht überqueren. Mit starkem Gegenwind, welcher uns sogar einmal vom Velo wirft, verlassen wir südwärts eine der letzten deutschen Kaiserstädte. Dafür sausen wir mit Rückenwind dem Damm entlang nach Dangast. Dort schlagen wir nach einem Solebadbesuch (inkl. Dampfbad) auf einem Winterabstellplatz für Wohnwagen unser Camp auf. Nach den kreolischen Champignon-Brokkoli-Nudeln schreiben wir noch unseren Blog und legen uns in die wärmenden Schlafsäcke.

12.4.11 – 59km, 4:10h, 10*, sehr starker NW-Wind