Sonniger Faulenzerabend

Am Morgen suchen wir vergeblich in mehreren Ortschaften und Städten aktuelle Velokarten. In Beverley laden wir schliesslich einen Teil der Opencyclemap.org Karten aufs iPhone damit wir, bei verlorener Route, den Weg wieder finden. Die Opencyclemaps Karten sind wirklich gut und wir werden keine Zeit mehr mit Kartensuchen verplempern. Einzig die Campingplätze sind nicht eingezeichnet, aber die finden wir auch mit nachfragen.

Heute haben wir Sommerwetter in England. Obwohl, wieder einmal, Regen gemeldet wurde, scheint bei uns der ganze Tag lang die Sonne. Wenn der kühlende Wind kurz aussetzt, wird es richtig heiss. Kurz vor dem Mittag überqueren wir den breiten Humber nach Barton. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt geniessen wir im Schatten selbstgemachte Sandwiches.

Wir fahren wie gestern meist über leichte Hügelzüge an riesigen Feldern entlang. Gegen vier Uhr entscheiden wir uns die Sonne nicht auf dem Velo weiterzugeniessen und stellen das Zelt neben einem Rapsfeld in der Nähe von Caistor schön versteckt auf. Wir packen unsere Taschen komplett aus, damit alles endlich richtig trocknen kann. Nachher sonnt sich Bettina das erste mal im Bikini und Andreas sucht den Schatten 🙂 Nach dem Faulenzen freuen wir uns beide auf die abkühlende 1-Liter-Petflaschen-Dusche!

Zum Znacht kochen wir uns italienische Lumaconi Pasta mit einer Peperoni-Zwiebel-Tomaten-Sauce und frisch gehobeltem Cheddar Cheese. Davor gibt es wieder einen gemischten Salat und zum Dessert gibt es frische Kokosnuss und schweizer Milchschokolade von Lindt! Apropos Cheese: Die Briten verstehen es Käse zu machen! Wir finden in jedem Supermarkt ein breites und qualitativ gutes Käsesortiment vor. Da haben alle anderen Nordseestaaten klar das Nachsehen. So gegen 8 Uhr, als die Sonne nicht mehr auf das Zelt brennt und ein angenehm kühler Wind durchs Zelt bläst, legen wir uns auf unsere Mätteli, plaudern noch ein wenig und schlafen uns dann fit für den morgigen Tag.

20.6.11 – 74km, 4:45h, ^ 571m, SW