Nass bis auf die Unterwäsche

2. Tag – 28. Juni 2010, Stà Eulàlia de Ronçana – Santa Maria de Corcó, 75 km, 5:45 h

Dieser Tag geht ins Gebirge Kataloniens. Nach einem Frühstück im nächsten Ort beginnt das Auf-und-Ab und führt uns zu vielen Höhepunkten: Vorbei an Feigenbäumen, Jasmin-ähnlichen Pflanzen, Lavendel und Rosmarin gelangen wir auf einer wunderschönen Strasse zu einem ehemaligen Kloster mit Wasserfall! Das Mittagessen verspeisen wir zum ersten Mal über 1000 M.ü.M.. Anschliessend geniessen wir die rasante Abfahrt. Der vermutete kurze Platzregen entpuppt sich als kleinere Sintflut. Fazit: Oben mit Regenjacke trocken, ab Gürtel mit Wasser durchtränkt :-). Angeblich gibt es auch in Industriequartieren Campingplätze, aber unseren gibt es nicht! Nach weiteren 15 km gewähren uns die Katalonischen Kühe auf ihrer Weide Asyl, das wir dankend annehmen.

Flug nach Barcelona und Tourenstart

1 Tag – 27. Juni 2010, (Ostschweiz – Basel) – Barcelona – Stà Eulàlia de Ronçana, 61 km, 3:40 h

Wir sind schon um 2 Uhr auf den Beinen und fahren mit Werner zum Flughafen Basel. Das Verpacken der Velos in die Kartons kostet je 20.- CHF und klappt super. Die Velos wieder fahrtüchtig zu machen kostet uns viel Zeit. Beim Aufpumpen geht uns ein Presta-Ventil kaputt, sodass wir bereits unseren Ersatzschlauch montieren. Nach unseren ersten 60 km in Spanien kühlen wir uns am super-teuren (46.60 Euro für 4 Personen!!!) und für Zeltreisende ungemütlichen Camping im Pool ab. Jetzt sind wir nur noch müde…

St. Gallen – Barcelona NonStop mit der Vespa

Andreas kommt mit der Vespa auf die Barcelona-Schweiz Tour. Sein Knie ist leider seit mehreren Wochen nicht Velo-tauglich. Daher fährt er schon um Donnerstag in Richtung Süden, damit alle dann am Sonntag in Barcelona sind.

Start: Grabs, Do 24.6.10, 15:00
1510 km später am Ziel: Camping Esplanada in der Nähe von Barcelona, So 27.6.10, 16:00

Zwei kurze Statements zu meinen 35h auf der Vespa:

„In Frankreich fährt man grundsätzlich 20km schneller als angegeben, dafür sind die Spanier 20km langsamer.“

„Je Flacher eine Region, desto mehr Menschen (und Verkehr!) und desto hässlicher die Aussichten (Autos und Betonblocks)!“
(Fazit: Bleibt in den Bergen oder zumindest Hügeln)

Ach ja Bettina, Katrin & Gabriel sind auch gut angekommen! Am Flughafen hat alles geklappt (Velo verpacken und aufgeben mit EasyJet). Der nächste Blogeintrag ist dann voll den Frischluft-Velofahrern gewidmet! Heute sind sie einfach nur müde, weil sie um 2 Uhr zum Flughafen fuhren…