Es wird flacher

Beim Erwachen regnet es immer noch. Wir verlassen deshalb unser Zelt in der Regenbekleidung. Doch schon nach den ersten Metern hört der Regen auf. Im Fahrtwind trocknet die Regenbekleidung rasch, so dass wir sie nach 10 Minuten schon wieder in unsere Taschen versorgen. Wir fahren heute meistens sehr nahe an der Küste über schmale Strassen, Feld- und Wiesenwege. Es hat sehr viele Sandstrände und auch Dünen, wie wir sie von Dänemark kennen. Die Route verläuft heute über sehr flaches Gelände. Mehr als 30 Meter über Meer erreichen wir erst am Tagesende.

Ab Blyth fahren wir bis Tynemouth fast ununterbrochen an Wohnhäusern vorbei. Die Stadt Newcastle möchten wir nicht durchradeln. Deshalb überqueren den Tyne an seiner Mündung mit einer kleinen Fähre. In South Shields erkundigen wir uns nach dem nächsten Camping. 3 oder 50 Kilometer! Der Erste ist zu nahe, der Nächste zu weit weg. Wir radeln noch der Küste entlang bis Sunderland und stechen dann ins Landesinnere.

Beim Kilometer 79 erreichen wir das Dorf Murton und versuchen unser Glück gleich beim ersten Haus. John heisst uns in seinem Garten herzlich willkommen und auch die Dusche dürfen wir benutzen. Beim Zeltaufstellen unterhält uns John’s 3-jähriges Töchterchen Lona mit vielen Fragen. Zum Znacht gibt es einen Salat, eine Poulet-Chinagemüse-Fusilli-Suppe und ein Exotikjogurt.

16.6.11 – 79km, 5:15h, ^ 435m, 14-23*C, SW