Über den Isefjord

Den Isefjord überqueren wir schon gegen 10 Uhr. Eine Fähre bringt uns in 20 Minuten von Hundested nach Rørvig. Nach dem wir kurz darauf Nykøbing S passiert haben, führt uns die Nationalradroute 7 durch das dänische Hinterland in Richtung Süden. Viele Felder und wenige Waldstreifen wechseln sich mit kleinen Provinzdörfchen ab. Die Landschaft ist eher eintönig und hügelig. Die Hügel haben den Vorteil, dass wir ab und zu tolle Aussichten über das umliegende Land geniessen können.

In Vig rasten wir vor der Kirche im (fast zu) kühlen Schatten eines Baumes. Die Sonne meiden wir während den Pausen zum Wohle unserer Haut. Gegen vier Uhr treffen wir auf einem Bauernhof aus dem Jahre 1913 ein. Dort sollte unser Lagerplatz sein. Ein altes dänisches Ehepaar sitzt vor dem Hof unter einem Baum und nimmt Stachelbeeren von frischgeschnittenen Beerensträuchern ab. Sie begrüssen uns sehr freundlich auf dänisch. Schnell stellt sich heraus, dass sie einzig ihrer Landessprache mächtig sind. Doch mit unseren Fahrrädern brauchen wir gar nicht dänisch zu sprechen und die Frau zeigt uns den Garten, wo wir unser Zelt aufschlagen können. Die sanitären Anlagen im Stallgebäude sind leider defekt. Doch der Gartenschlauch leistet seinen Duschdienst bestens. Kalt, aber das sind wir uns ja gewohnt.

Müde vom dritten Tag, liegen wir im Zelt herum, planen noch ein bisschen – wahrscheinlich lassen wir eine Rundfahrt auf der Insel Lolland aus, damit am Schluss genug Zeit für Kopenhagen bleibt – und kochen unseren Znacht.

Wir lieben Pasta! Deshalb gibt es Fusili mit Speck, frischen Zwiebeln, Peperoni und dänischem Frischkäse (eine Art Kreuzung aus Creme Fraiche und Sauerrahm mit 6% Milchfettanteil). Sehr lecker! Nach dem Zähneputzen geht Andreas die Übernachtung bezahlen. Die Dame möchte nur 20 Kronen (3.50 Fr.). In der Regel kostet eine Übernachtung auf einem solchen Lagerplatz 20 Kronen pro Person, was immer noch sehr günstig ist! Nur zum Vergleich: ein normaler Campingplatz würde uns ca. 250 Kronen kosten…

Morgen möchten wir noch früher aufstehen. In den Morgenstunden sind die Beine einfach frischer als nach dem Mittag. Wie heisst es so schön: “Morgenstund hat Gold im Mund!”

26.7.12, 3.Tag: 68km, 4:20h, 20-30*C, kühle Bise aus Westen