40 + 40 Km nach Norderney

Wir schlafen aus und kochen Porridge zum Zmorgen. Um 11 Uhr fahren wir mit viel kaltem Seiten- und Gegenwind von Leer nach Emden. Wir entschliessen uns spontan mit dem Zug nach Norddeich und dort mit der Fähre auf die Ostfriesen-Insel Noderney zu fahren. Der Zug fällt wegen Streckenbauarbeiten aus und wir dürfen ausnahmsweise und kostenlos (Danke DB!!) mit den Velos im Bahnersatzbus mitfahren. Von kurzer Dauer ist unsere Ersparnis, denn die Fähre kostet sage und schreibe 51€ für 2 Personen! Ein stolzer Preis! Unser Zelt schlagen wir auf einem schönen, an der Watt gelegenem Camping auf. Ein leckeres, mit Rahm verfeinertes Steinpilzrisotto und Salat gönnen wir uns zum Znacht. Ach ja, auf Norderney haben wir mindestens schon 100 Hasen gesehen! Hoppel(a)…

9.4.11 – 40km, 3:15h, 12C*, kalter (!!) NW-Wind

Und für alle 61er Jahrgänge – Ein Tipp von den Ostfriesen: “Kien Grund um Kopp int Sand to steken” :-)

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Willkommen Deutschland!

Von Warfum nach Delfzijl radeln wir 45km. Die Fähre nach Emden fährt erst im Mai. Wir planen die Ems via Ditzum zu überqueren. Bettina hat wieder stärkere Knieschmerzen, deshalb pausieren wir am Nachmittag im nahegelegenen Camping bei Termunten. Der holländische Lentekoek zum Zvieri ist lecker! Am Abend kochen wir ein Auberginen-Pilz-Curry mit Reis, jassen gemeinsam im Zelt und Andi macht anschliessend noch einen Nachtspaziergang durch das schlammige Watt (natürlich bei sicherer Ebbe).

7.4.11 – 50km, 3:15h, 12C*, W

Die Sonne weckt uns am Morgen. Nach 20km überqueren wir die Grenze vom Veloland ins Autoland – alle Velofahrerrechte sind (in bewohnten Gebieten) vorbei… Willkommen Deutschland!
Wir hören zum ersten Mal Plattdeutsch und verstehen gar nichts, nur “well neet will dieken mutt wieken”. Die Autofähre von Ditzum nach Pektum hat ebenfalls ihren Betrieb noch nicht aufgenommen – daher nehmen wir 40km mehr auf uns. Das Knie von Bettina schmerzt immer noch und schwillt wieder an. Wir besuchen in Leer das Spital. Nach 2 Stunden gibt es eine entzündungshemmende Creme und die Empfehlung zum Pausieren. Eine Gemüsesuppe mit Nudeln stärkt uns vor dem Schlafengehen.

8.4.11 – 65km, 4:30h, 10C*, NW

Määhh määhh!

Die ersten 60km am Deich entlang fahren wir mit Rückenwind locker. Blöckende Schafe, pfeifende Möwen und jeden Kilometer ein Viehgatter prägen den Morgen. Die vielen jungen Lämmlein rennen entweder mit uns mit oder zu ihrer Mutter. Frikadellen und Pommes gibt es bei einer windgeschützten Frittenbude. Am Nachmittag fahren wir durch hübsche Dörfer zwischen riesigen Kartoffelfeldern. Das Abendessen geniessen wir zum ersten Mal bei wärmenden Sonnenstrahlen auf geflochtenen Gartenstühlen vor unserem Zelt.

116km, 6:20h, 15C*, SW

PS: Die “guten Fotos” könnem wir erst nach einem Internetcafebesuch hochladen. Bis dahin müsst ihr euch mit iPhone-Schnapp(s)schüssen begnügen.

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30km-Deich in einer Stunde!

Der Wind ist stärker als gestern. Die Regenkleidung montieren wir kurz nach dem Start. Meistens haben wir Rückenwind, doch sobald wir anhalten oder in eine “Querstrasse” einbiegen, wird es ungemütlich. Auf dem grossen Deich (30km lang) zwischen der Wattenzee und dem Ijsselmeer fahren wir konstant über 30km/h. Fehlende Zeltplätze nach Harlingen zwingen uns bereits um 2 Uhr das Zelt im Camping vor Harlingen aufzuschlagen. Von der Stadt zurück zum Camping fahren wir schwankend gegen den Wind mit 6 km/h. Nach einem kleinen Stadtrundgang geniessen wir Linsen mit Speck.

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Di 5.4.11. – 85km, 4:15h, 10C*, starker SW-Wind

Gut gestartet!

Trotz knappem Schlaf sind wir am Morgen in Amsterdam top fit und starten zu einem 80km Tag. Beim Ausstieg am Bahnhof entdecken wir unzählige Velos, viele rote Backsteinhäuser und ein extrem velofreundliches Verkehrssystem (wir müssen selten eine Strasse mit einem Auto teilen und wir haben meistens Vortritt)! Auf unserem Weg an die Nordsee durchqueren wir bei leichtem Gegenwind viele Industriezonen. Auch ein Übersetzen mit einer Fähre fehlt nicht. Die Landschaft an der Nordsee wirkt karg und kalt, als ob sie sich von den Winterstürmen erholten muss. Viele verschiedene Vögel beobachten uns aus der Luft. Ein Holländer spricht uns mit Grüzi an, er hat bestimmt das Schweizerkreuz oder das “CH” an unseren Fahrrädern entdeckt.
Die Dünenlandschaft, die wir am Nachmittag durchqueren, ist einzigartig. Für die Holländer ist sie wegen ihrer Ruhe ein wichtiges Naherholungsgebiet. Nachdem die ersten beiden Campingplätze bei Petten noch geschlossen sind, flitzen wir mit Rückenwind über einen grossen Nordseedeich nach Calantsoog. Zum Znacht kochen wir im schönen Dünencampingplatz Farfalle mit Tomatensauce und voraus gibts frische Peperoni. Müde gehen wir um 9 Uhr schlafen.

Mo 4.4.11 – Tagesstrecke: 79km, Fahrzeit: 5h 15min, Tagestemperatur: ~12C*, Wind: W

North Sea Cycle Route 2011


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Endlich ist es so weit. Am 3.April fahren wir mit dem CityNightLine nach Amsterdam und starten von dort aus unsere Tour entlang dem Nordseeküstenradweg (North Sea Cycle Route, Kurz: NSCR, weitere Infos unter www.northsea-cycle.com). Wenn alles nach Plan verläuft sind wir Ende Juli wieder zurück in der Schweiz. Während den 4 Monaten auf unseren Simpel Frischluft Tour Velos bloggen wir auf frischluft.artaro.ch, damit ihr zu Hause ohne äusserliche Wettereinflüsse “mit reisen” könnt ;-) .

Die Outdoor-Küche

Was gibt es schöneres, als nach einem tollen Velotag sein Zelt aufzuschlagen, und mit frischen Zutaten vor dem Zelt ein feines Menu zu kochen? :-)

Bis auf Gebackenes können wir uns fast jeden kulinarischen Wunsch auch im Freien erfüllen.

Küchenausrüstung komplett für 2 Personen: Kochtopfset (beschichtet, dass nichts anbrennt ;-) / 1.5 Liter, 1 Liter + zwei passende Bratpfannen-Deckel, Topfhalterung), Gaskocher MSR Superfly mit Gaskartusche und Standdreibein (+1 Reserve), Kunststoff-Klappkelle und Klappschöpfer, 2 Gabel-Löffel, 1 Becher mit Deckel, 1 kleine Aufbewahrungsbox (tropfdicht), 1 tiefer Teller + 1 flacher Teller (lässt sich zusammen als Aufbewahrungsbox einsetzten (nicht dicht, d.h. für Reis, Nudeln, etc.), Feuerzeug, Sparschäler, 1 Schneidbrett mini (dient auch als Schutz zwischen den Töpfen), 1 Schneidbrett deluxe (zugeschnittenes Ikea-Biege-Schneidbrett, welches genau an die Rückwand der Velotasche passt, zusätzlich wurden Abtropflöcher gebohrt um z.B. Teigwarenwasser abzugiessen), Microfaser-Abtrocknugstuch, Abwaschschwam, Biologisch-abbaubares Alles-Putz-Wasch-Mittel.


Und das ganze in gepackter Form. Passt in eine Vorderradtasche. Es hat noch Platz für Lebensmittel…

Unsere Gewürze (sieh verfeinern jedes Essen! D.h. sparen wir hier nicht an Gewicht… und schwer sind sie ja nicht.) Von hinter rechts nach links: Salz, Zucker, Schnittlauch getrocknet, Fleischmischung mit Rosmarin und Thymian angereichert, selbst gemachte Currymischung (Curry mild, rotes Thaicurry, Koriander, Kurkuma, MandrasCurry grob), italienische Gewürzmischung (mit Basilikum & Oregano angereichert), Pfeffer, Zimt, Paprika, ein leeres Döschen für eventuell ein weiteres Gewürz. Vorne v.r.n.l.: Getrocknete Steinpilze (Risotto!), grober scharfer Senf, Paprika grob (ist ein Rest, welchen wir aufbrauchen möchten, wäre sonst nicht auf der Liste), 3 Nachfüllpäckchen (kreolische Gewürzmischung, Thai Seven Spices, Mediterrane Mischung)

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