Reisen

Sturz und traumhafte Landschaft

Bis ca. um 16.00 Uhr regnet es ohne Unterbruch. Kurz nach dem Start fahren wir durch eine mit Kies leicht bedeckte Kurve bergabwärts. Dabei rutscht Bettina auf der nassen Strasse und stürzt. Ein Schock, eine Wunde am Ellbogen, ein leicht eingedrückter Helm und eine zerissene Regenjacke ist die Folge. Andreas eilt sofort zur Hilfe und deckt die kieselsteingrosse Wunde mit einem Pflaster ab. Bettina kommt mit einem Schrecken davon. Der Sturz hat schlimmer ausgesehen. Glück gehabt!

Da es regnet und kalt ist, fahren wir 15km weiter bis zum nächsten Städtchen Egersund. Die Ersatzjacke hält leider den Regen nicht ab. In einem Sportgeschäft wärmen wir uns, schauen nach einer neuen Regenjacke und erhalten den Tipp, im Bernina Singer Geschäft nach einem Textil-Klebeband nachzufragen um die alte Jacke zu flicken. Die Verkäuferin staunt über unsere Velos, die meisten Leute müssten ihre NSCR-Tour aufgeben, weil sie schwache und nicht tourentaugliche Fahrräder haben. Wir sind höcht zufrieden mit unseren Simpel-Velos und hatten noch nie irgendwelche Probleme und das nach einer 3000-Kilometer-NonStop-Fahrt bei allen Wetterbedingungen an der Nordsee!

Obwohl die nette Dame im Nähgeschäft weder Englisch noch Deutsch spricht erhalten wir ein Nylontextilklebeband. Da wir die Regenjacke nur trocken flicken dürfen, fragen wir in einem Hotel, ob sie uns einen Föhn leihen. Wir dürfen in ein Hotelzimmer und flicken in der wohligen Wärme Bettinas Regenjacke. Das Klebeband hält anschliessend bestens und hat sogar die gleiche Farbe.

Um 13:45 setzen wir uns wieder auf den Sattel. Wir kommen gut voran und ab Ogna sind die Strassen in Norwegen zum ersten Mal flach und wir geniessen den Rückenwind und die traumhafte Landschaft. Hier sieht Norwegen wieder ganz anders und doch immer noch bezaubernd aus! Der Sturz und der Regen sind wie vergessen. Als es auch noch aufhört zu regnen, wir ein tolles Plätzchen direkt am Meer finden und sogar unsere nassen Sachen in der Abendsonne trocknen können, endet unser 45. Reisetag super! Wir kochen uns ein feines Zuchetti-Geflügelwurst-Risotto, geniessen den Sonnenuntergang (21:55 Uhr) und schlafen beim Rauschen des Meeres in unseren kuscheligen Schlafsäcken ein.

18.5.11 – 66km, 4:10h, ^ 560m, 8-12*C, S

Norwegischer Nationalfeiertag

Beim Morgenessen regnet es leicht. Darum verpacken wir uns gut bevor wir das Zelt verlassen. Doch als wir den Reissverschluss vom Zelt öffnen, hat der Regen aufgehört. Wir montieren die Norweger Fähnchen am Velo, da heute ja ihr nationaler Feiertag ist. Nach einer kurzen Abfahrt treten wir wieder, meistens im ersten Gang, kräftiger in die Pedalen. In Åna-Sira, beim Kilometerstand 12, sind wir bereits ziemlich erschöpft und stärken uns mit Nutella-Broten. Die Butter (300g) und die Nutella (400g) haben wir gestern Nachmittag gekauft und beides ist bereits zur Hälfte aufgegessen.
Im nächsten Städtchen Hauge sehen wir die Norweger in Anzügen und Trachten. Den Umzug der Kinder haben wir leider verpasst. Viele fahren mit dem Velo in der Gegend herum und hupen. Die Motorräder sind mit Ästen beschmückt. Woher dieser Brauch kommt wissen wir nicht.
Wir sind müde und fahren nur noch wenige Kilometer bis kurz nach Vatland. Dort zelten wir auf einer Wiese und müssen leider feststellen, dass es auch hier Zecken hat. Andreas hat bereits am Morgen einen entfernt.
Wir kochen uns Pasta mit Pilz-Tomatensauce. Übrigens zeigt der Kilometerzähler über 3000km an! Halbzeit!

17.5.11 – 47km, 4h, ^ 906m, 12*C, starker NW

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Über 1000m Steigung

Am Morgen verabschieden wir uns von Michael. Wir bekommen von ihm Andenken an Norwegen und an das tolle Wochenende: Eine norwegische Kappe, einen Sonnenhut und norwegische Fähnchen (der 17 Mai ist der Nationalfeiertag der Norweger).
Wir fahren auf einer schönen Naturstrasse in Richtung Sande. Die vielen Höhenmeter bringen uns ins Schwitzen. Meistens fahren wir im ersten Gang. In Flekkefjord gehen wir einkaufen und fahren noch die letzten Kilometer bis kurz vor Kvanvik. Wir stellen unser Zelt auf und es beginnt zu regnen. Zum Znacht gibt es Kartoffelstock mit einer Champignon-Brokkoli-Sauce. Leider kippt der Gaskocher samt Gemüsepfanne wegen einer Unachtsamkeit um. Andreas reagiert aber schnell, sodass es nur ein kleines Loch im Footprint gibt. Glück gehabt!

16.5.11 – 74km, 5:15h, ^ 1180m, 14*C, W

Wunderbarer Pausentag All Inclusive

Um 9 Uhr essen wir ein ausgiebiges Frühstück inklusive gebratenem Ei, norwegischem Käse, Wurst, Müesli, etc…! Super Lecker :-) . Wir schalten spontan einen Pausentag ein und dürfen nochmals bei Egil und Liv auf den Montag übernachten. So haben wir heute Zeit um zu reorganisieren, Wäsche zu waschen, alles Feuchte zu trocknen und uns auszuruhen. Wegen dem Wetter planen wir erst nächstes Wochenende den Lysefjord bei Stavanger zu besuchen. Denn am nächsten Wochenende sollte das Tiefdruckgebiet vorbeigezogen sein. Unsere Route wird bis nach Stavanger der Küste nach verlaufen, dann verlassen wir die NSCR und radeln landeinwärts nach Lysehavn (am Ende des Lysefjorden) um dann mit dem Schiff durch den Lysefjorden zurück nach Stavanger zu fahren. Das ist mal so der grobe Plan. Wenn alles klappt werden wir zwischen dem 25. und 28. Bergen erreichen. Dann machen wir uns auf die Suche nach einem Schiff, dass uns auf die Shetlandinseln bringt. Wenn wir keinen Erfolg haben, werden wir mit dem Flugzeug auf die Shetlandinseln fliegen, denn es gibt zwei mal pro Woche eine Flugverbindung zwischen Bergen und Shetland.


Frühstück mit Egil, Liv und Michael (v.r.n.l.)

Nach dem Frühstück fahren wir zu unserem Zelt und während wir alles packen, werfen Michael und Egil ihre Angeln ins Wasser. Doch die Fische haben heute keine Lust anzubeissen. Unser Zelt und die Fahrräder haben die Nacht gut alleine überstanden. Doch ganz alleine waren sie nicht. Ein Mink (Marder-Wiesel-ähnliches Tier) hat auf das Zelt aufgepasst und unseren Kehrricht nach Essen durchwühlt, sowie auf dem Kissen von Bettina (wahrscheinlich) geschlafen. Denn dort finden wir weisse Haare, welche Michael und Egil als Mink-Haare identifizieren…

Nach dem leckeren Abendessen, welches Liv für uns kocht, chauffiert uns Egil durch die Region und zeigt uns die Sehenswürdigkeiten. Wir besuchen das alte Fischerdorf Loshamn, das früher ein norwegisches Piratennest war, den Leuchtturm Lista Fyr, die Ruhnenschriften von Penne und die absolut fantastische Küste bei Snekkestø. Das Wetter ist wie bestellt. Am Himmel wechseln sich weisse Cumluswolken und schwarze, lokale Regenwolken mit der Abendsonne ab. Der starke, feuchte Westwind unterstreicht das imposante Lichtnaturschauspiel zwischen Himmel und der Nordsee. Dieses Erlebnis ist wirklich einmalig! Einfach unbeschreiblich!

Tusen Takk to Michael, Egil, Liv and Magdalen! It was an amazing day! We learnt a lot of things about the norwegian people and saw so beautiful places in the region around Vanse!

15.5.11 – keine Statistik – Pausentag :-)

Impressionen III – von Varberg S nach Vanse N

Ein norwegisches Bett nach dem Regentag

Nach einer trockenen Nacht am südlichsten Punkt von Norwegen (fast, aber der südlichste unserer Route!) schlüpfen wir am regnerischen Morgen zurecht in unsere komplette Regenausrüstung. Es regnet bis um 14.00 Uhr. Eigentlich wäre das ja kein Problem, wenn wir nur nicht auf diesen Hügel müssten. Drei Kilometer fahren wir im ersten Gang auf einer kurvenreichen “Passstrasse” die 250 Höhenmeter mit einer Steigung von ca. 10-15%. Wir sind von aussen und von innen nass. Am Mittag essen wir kurz unter einer Brücke die letzten Resten vom Hörnlisalat. Der Wind kühlt uns ziemlich schnell aus. Solches Wetter hat aber auch ein Vorteil: Wir kommen sehr gut vorwärts, weil wir fast keine Pausen machen. So erfreuen wir uns an den ersten Sonnenstrahlen um 14.30 Uhr als wir endlich belegte Brote essen können und bereits 60km gefahren sind. Dort begegnet uns ein Norweger, welcher heute seine Nordkap-Velotour (vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt von Norwegen, 5400km) gestartet hat. Er ist über das Gewicht seines Fahrrades noch unglücklich und meint, dass er noch einiges nach Hause schicken werde :-) .

In Farsund studieren wir eine Regionalkarte und entscheiden uns für 30 km die Küste zu verlassen. Die Höhenlinien auf der Karte versprechen eine interssante Inlandroute durch ein enges Tal. Wenige Kilometer nach Farsund, als wir von der Hauptstrasse auf die Kiesstrasse abbiegen, finden wir recht schnell ein wunderbares Plätzchen in unbewohntem Gebiet am Franvaren! Nach einer kleinen Reorganisation kriechen wir in unser Zelt um zu kochen (Kartoffelstock mit Brokkoli-Pilz-Pepperoni-Frühlingszwiebel-Sauce). Schon beim Gemüserüsten beginnt es wieder zu regnen. Jetzt kann es uns egal sein… Wir sind trocken im Trockenen!

Teil 2

Der Blog für heute haben wir eigentlich schon geschrieben. Doch damit haben wir wirklich nicht gerechnet! Als wir zum Zähneputzen nochmals aus dem Zelt kriechen. Treffen wir einen Herrn der uns zuerst auf norwegisch anspricht. Als wir ihn bitten Englisch zu sprechen, fragt er uns, ob wir auch Deutsch sprechen. Toll! Michael, ursprünglich aus Bremen, lebt seit 6 Jahren in Norwegen. Er wartet auf seinen Freund Egil, der noch eine Runde mit dem Kajak im Fjord paddelt. Als Egil zurückkommt, lädt er uns auf Kaffe und Kuchen bei sich zu Hause ein. Das Zelt und die Räder lassen wir alleine in der “Wildnis” und fahren mit Egil und Michael, via eine alte, ausgegrabene Siedlung aus der Bronzezeit und einer Weltkriegsfestung zu Egil in Vanse. Wir plaudern in der gemütlichen Stube und verköstigen uns mit leckerem Kuchen (dazu gibt es Kaffee). Um 22:30 kommt Egils Frau Liv nach Hause und ist über unseren Besuch positiv überrascht. Wir zeigen einander Reisefotos, studieren Karten und plaudern über unsere Kulturen. So vergeht die Zeit und um 1:30 Uhr geniessen wir noch eine warme Dusche bevor wir in einem norwegischen Bett einschlafen! Morgen bringt uns Egil wieder zu unserem Zelt und den Velos, welche zum ersten Mal alleine eine Nacht verbringen…

Eines haben wir gelernt auf der Tour! Wenn dir eine sympathische Person etwas anbietet, egal was, nimm es dankend an! So lernst du die Menschen in den Ländern kennen. Und so siehst du die Dinge nicht nur vom “Vorbeifahren” und von ”Touristenbesichtigungen”. Das ist Reisen :-)

14.5.11 – 78km, 5:15h, ^ 920m, 7 – 13*C, SW

Regen, Stadt und Gegenwind

Da es am Morgen immer wieder kurze Regenschauer gibt, stärken wir uns mit dem Müesli noch im Zelt und starten erst um 9.30 Uhr. Bereits nach 15km erreichen wir die Stadt Kristansand, kaufen ein und um 11.00 Uhr stillen wir unseren Hunger mit belegten Broten und Hörnlisalat. Die Fahrt durch die Stadt ist eher mühsam, weil es viele Baustellen hat und man nicht so recht weiss, wo man fahren kann, aber auch, weil sich wahrscheinlich norwegische Jugendliche einen Spass daraus machen, die Beschilderungen der Fahrradwege samt Betonsockel in eine andere Richtung zu drehen.

Am Nachmittag bleibt es trocken, dafür haben wir aber teilweise recht starken Gegenwind. Ab Søgne fahren wir der alten Küstenstrasse entlang. Sie schlängelt sich in die Natur integriert durch die vielen Fjorde. Wir haben die ganze Strasse für uns, denn es hat kaum Verkehr. Die stark besiedelte “Vor-Oslo-Küste” ist Geschichte. So haben wir uns Norwegen vorgestellt! Die Nachtplatzsuche wird dadurch aber nicht einfacher. Denn das Gelände ist steil und steinig. Neben der Strasse finden wir ein zeltgrosses, ebenes Plätzchen direkt am Meer. Weil wir einen 1kg-Hörnlipack gekauft haben, gibt es heute nochmals Hörnlisalat (jetzt ist der Pack leer). Diesmal mit Frühlingszwiebeln, Peperoni und Mais. Die Dusche aus der Petflasche gehört bereits zum Alltag. Doch heute ist sie wegen dem starken Wind besonders kalt!

13.5.11 – 67km, 5:10h, ^ 720m, 16*C, WSW

Körperliche Herausforderung

Drei Kilometer nach Grindstad ändert sich das Terrain schlagartig. Über 10 Kilometer fahren wir über Stock und Stein, durch Kies und Sand und das alles mit kurzen heftigen Steigungen und ebenso steilen Gefällen. Die Aufstiege fordern uns körperlich und bei den Abfahrten sind wir technisch gefordert. Wenige Zentimeter entscheiden über rollende oder rutschende Räder. Einmal zwingt uns der tiefe Kiesweg die Velos zu stossen. Mit einem Bike würden diese 10 Kilometer “Bike-Trail” sicherlich Spass machen, doch wir haben halt einige Kilos mehr dabei…

Nach den Strapazen führt uns eine schöne, fast ebene Strasse durch skandinavische Wälder nach Birkeland. Eine Wohltat für die Beine und den Kilometerstand, der am Morgen recht gelitten hat :-) . Nachdem wir uns mit fast einem ganzen Poulet in Birkeland verköstigen, strampeln wir gegen den immer mächtiger werdenden Südwind. Wir entscheiden uns nach 53km unser Lager aufzuschlagen: schön in der Anflugsschneise des Flugplatzes von Kristiansand (die wahrscheinlich einzig unbebaute Fläche für 20-30km). Der Flugverkehr hält sich in Grenzen. Es landen nur einige Regionalflugzeuge (meist Propeller) und Kleinflugzeuge. Der Hörnlisalat mit Gurken, Tomaten, Rüebli, Eisberg und feiner Pouletbrust (Resten vom Mittag) schmeckt uns.

Langsam wissen wir, wie wir unser Geld am besten für Lebensmittel verwenden. Als Fleischesser und mit einem kleinen Kocher eignet sich Geschnetzeltes / Gehacktes gut zum Kochen. Leider wird das aber nur selten angeboten und wenn doch, dann in einer zu grossen Menge, zu teuer oder es sieht nicht mehr frisch aus. Aufschnitt war bis Dänemark noch eine preiswerte Variante, aber hier ist es einfach sehr teuer oder die Qualität stimmt nicht. Das Grillhähnchen von heute Mittag ist bis jetzt die beste Lösung. Es kostet nur 45 Kronen (9 CHF / 6.50 €) und man kann zwei mal davon essen.

Znüni-Gebäcke sind ab heute tabu. Das Schokoladenbrötchen und der Vanilleplunder vom Bäcker kosteten heute Morgen wahrlich 45 Kronen. Auch Süssgetränke lassen wir lieber in den Regalen. Eine 0,5 Liter Flasche Cola kostet 15 Kronen, ein Liter Ice Tea sogar 40 Kronen. Die Milch für das Müesli leisten wir uns aber schon: 15 Kronen / Liter. Manchmal gibts auch das typisch skandinavische Milchglace zum Zvieri für 30 Kronen.
Meistens achten wir darauf, Produkte der Eigenmarke oder First Price zu kaufen. So geben wir im Durchschnitt 50 CHF pro Tag für das Essen für zwei Personen in Norwegen aus (in Deutschland waren es etwa 20 CHF und viel mehr vom Bäcker).

12.5.11 – 53km, 3:45h, ^ 515m, 20*C, S

Wir können auch Wikinger sein!

Für heute planen wir eine eher kürzere Tagesetappe. Um 15 Uhr und nach 65km ist jedoch der angepeilte Camping geschlossen. Auf dem nächsten Camping findet gerade ein Lager statt und zusätzliche Gäste sind nicht erwünscht. Wir werden zum nächsten geschickt. Endlich angekommen stellen wir fest, dass wir auf einem 5 Sterne Camping gelandet sind. Die Reception ist zwar unbesetzt, aber wir erreichen die verantwortliche Person telefonisch. Wir sollen mal einen Platz aussuchen, er komme in einer halben Stunde. Gesagt, getan und wir warten an der Reception auf den netten Herrn. Nach 50 Minuten geben wir das Warten auf und geniessen die langersehnte Dusche. Auch nachher können wir niemanden in der Reception auffinden. Wir kochen uns unsere Pasta mit Tomatensauce und essen einen gemischten Salat. Weil immer noch niemand erschienen ist und wir uns am nächsten Tag nicht von einem 5 Sterne-Preis überraschen lassen möchten (in Skandinavien haben wir noch keine Preisschilder auf Campings gesehen!), entschliessen wir uns, den Wikinger in uns gewähren zu lassen und fahren noch 8km zum nächsten wilden Plätzchen im Wald. So werden aus 65 schnell 88 Kilometer…

Laut Wetterbericht sollte es heute eigentlich regnen. Doch bis jetzt haben wir nur kurz Nieselregen gehabt. Die Regenbekleidung ist immer noch schön trocken in unseren Taschen. Heute Nacht werden wir unserer Zelt nur im äussersten Notfall verlassen, denn wir werden von unzähligen Mücken belagert!

11.5.11 – 88km, 6:15h, ^ 980m, 18*C, S

Älteste Fähre Norwegens

Die heutigen 70 Kilometer fahren wir über tolle Strassen mit sehr wenig Verkehr quer durch die unberührte Natur! Wir sehen sogar einen Dachs :-)

Der Morgen ist mit vielen Höhenmetern recht anstrengend. Im schönen Städtchen Kragerø essen wir unsere Mittagsbrötchen (für Andreas gibt es Krabben darauf!). Um 13:15 bringt uns eine Fähre nach Stabbestad. Die nächsten 20 Kilometer fahren wir zügig (zum Glück!) bis nach Øysang. Um 14:45 kommen wir dort an und um 14:50 fährt die letzte Fähre nach Bisør. Diese Fähre ist richtig idyllisch und sehr klein (Platz für 3 Autos). Bis auf den Rumpf und die Landeklappen ist alles aus Holz. Der Schiffsjunge erzählt uns, dass es die älteste Fähre von ganz Norwegen ist! Sie ist seit 60 Jahren in Betrieb. Als wir in den Salon unter Deck gehen wird ea uns ganz heimelig. Es riecht wie bei Oma in Stadtsteinach! :-)

Unser Camp errichten wir über dem Sandesfjorden. Eine herrliche Aussicht!

10.5.11 – 70km, 4:50h, ^ 970m, 21*C, W

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