North Sea Cycle Route

Tweed River

Für das heutige Breakfast gibts Saucage mit Ketchup, Bacon und Brötchen. Danach geniessen wir noch einen “normalen” Konfi-Toast. Dieser schmeckt uns nach den beiden leckeren aber schweren Frühstücks vom Samstag umd Sonntag sichtlich. Nach einem Abschiedsfoto mit der Familie Hunter radeln wir ohne Detailkarte los.

In der Stadtmitte verlieren wir die beschilderte Route und fahren darum den direkten Weg, gemäss GPS bis zum nächsten gespeicherten Auffangpunkt. Über die 400 Meter hohen Moorfoothills fahren wir bis nach Innerleithen am Tweed. Es regnet nur beim Zmittag auf der “Passhöhe” ganz kurz. Wir finden kauernd Unterschlupf unter einem sehr, sehr kleinen Dächlein (ca. 1x1m und 75cm hoch).

Entlang des Tweeds fahren wir mit Rückenwind durch die hügelige, doch sehr schöne Landschaft bis kurz nach Melrose. Am Ufer des Flusses finden wir eine gemähte Wiese für unser Nachtlager. Leider vergassen wir bei Jack unser Gemüse in den Kühlschrank zu stellen. Deshalb roch es heute im Gemüsebeutel wie in einem Komposteimer. Naja, Not macht erfinderisch. Statt Gemüse geben wir zu unserer roten-Zwiebel-Pilz-Madeirasauce einfach noch einen Apfel. Dazu gibt es Kartoffelstock. Der improvisierte Znacht ist wirklich köstlich!

13.6.11 – 87km, 5:45h, ^ 970m, 18*C, W

Tagesausflug nach Glasgow

Heute geniessen unsere Velos den zweiten Null-Kilometer-Tag seit wir in Amsterdam gestartet sind. Den für uns ungewöhnlichen Sonntagszmorgen essen wir vor dem Fernseher (Kinderprogramm für Jacks Nichte) auf der Couch. Es gibt gebackene Rolls (Brötchen) mit Sausage, Bacon und Ketchup :-) . Der Fernseher ist hier sowieso ein Dauerläufer. Dies sei ganz normal in Grossbritannien.

Um 10 Uhr fahren wir mit Jack, Viktoria und Gerardo (zwei spanische Freunde von Jack) mit dem Bus nach Glasgow. Dort treffen wir noch mehr von Jacks Freunden und wir besuchen gemeinsam die St. Mungo Kathedrale, das älteste Haus von Glasgow und das Museum of Religions Culture and Life. Anschliessend fahren wir mit der erstaunlich kleinen Subway (Andreas muss zum Einsteigen den Kopf einziehen) zum West End Festival. Dort findet heute die Gibson-Street-Gala statt. Ein einfaches Strassenmusikfest mit Musikbühnen, Marktständen und Imbissbuden…

Nach einem Spaziergang durch einen schönen Park, gehen wir auf einen Drink in ein altes Kino, welches zu einem Pub umfunktioniert wurde. Um 7 Uhr fährt unser Bus zurück nach Edinburgh. Der heutige Tag war trocken bis der Bus losfährt :-) . So passt es uns! Zu Hause bei Jack kocht er uns nochmals einen leckeren Znacht: Mit Vodka flambiertes Siedfleisch, dazu japanischer Reis und verschiedenes Gemüse. Um 10 Uhr nehmen wir nochmals den Bus in die Stadt und treffen im The Standing Order weitere Freunde von Jack. Bei einem Weiss-, bzw. Rotwein, sowie Gingerbier plaudern wir in die Nacht hinein…

12.6.11 – Velopausentag

EDINBURGH

Wir treffen nach 15 Kilometer bei Jack, welchen wir auf Shetland kennen lernten, ein. Jetzt sitzen wir bei einem tollen Scottish Breakfast mit Toast, Speck, Bohnen, Blackpudding (Blutwurst), Spiegeleiern und Tea. Nach einem Fotobackup nehmen wir den Bus ins Zentrum von Edinburgh. Es ist den ganzen Tag leicht am regnen. Wir sind froh, nicht auf den Velos zu sitzen, sondern mit einem Regenschirm und Jack als Localguide die Stadt zu besichtigen.

Vom Sir Walter Scott Memorial mit ca. 280 Stufen haben wir einen herrlichen Überblick über die Stadt. Nachher besichtigen wir das Scottish Gallery Museum. Zum Zmittag gehen wir in ein tolles Lokal: “The Standing Order”. Im Gebäude war früher eine Bank und wurde nun zu einem Bar-Restaurant umgebaut. Wir essen in der Nähe des ehemaligen Banktresors Fish and Chips und Beefsteak. Vom Edinbirgh Castle flanieren wir die Royal Mile hinunter bis zum Scottish Parliament.

Nach dem Einkauf kocht Jack uns einen super leckeren Znacht: Pouletschenkel mit Sauce aus dem Ofen, Kartoffelstock, Kohl und Bohnen auf einem Spinatbett. Zur Vorspeise macht Bettina unsere “legendäre” Rüebli-Ingwersuppe. Wir laden am Abend noch die Fotos auf den Blog und zeigen Jack die Fotos unserer bisherigen Reise. Müde schlafen wir auf unseren Mättelis in der warmen Stube ein.

11.6.11 – 15km, 0:50h, ^ 120m, 15-12*C, W

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Impressionen V – Shetland, Orkney und Schottland bis Edinburgh

Impressionen IV – von Vanse N bis Bergen N

Über die Firth Bridge

Die 1kg-Packung Haferflocken ist noch lange nicht aufgebraucht. Darum gibt es ein warmes Porridge, diesmal mit Pfirsichstückchen, zum Zmorgen. Wir fahren auf sehr schönen Landstrassen bis nach Kinross, wo wir mit leerem Bauch unser Mittag- und Abendessen einkaufen. Wir tragen bestimmt wieder einmal für drei Tage das Essen mit uns mit. Naja, solange es halt Platz in den Taschen hat… Wir wollen vor dem Mittag noch ein bisschen weiterfahren, doch oh Schreck, es geht einen 250m hohen Hügel hinauf. Wir bereuen unsere vorherige Kaufslust und strampeln halt mit etwas mehr Gewicht. Nachdem wir die Hälfte der Höhenmeter erreicht haben, brauchen wir neue Energie und packen unser Picknick auf einem Waldsträsschen aus. Bald plagen uns aber die lästigen kleinen Waldmücken so fest, dass wir alles noch einmal einpacken und uns erst auf dem “Gipfel” verpflegen. Am Nachmittag geniessen wir eine lange Abfahrt, überqueren die Brücke Forth von Inverkeithing nach Queensferry und erreichen unser Zeltplätzchen in einem kleinen Wald ca 15km vor Edinburgh. Da es erst 17 Uhr ist, machen wir uns einen Cappuccino und essen Applepie. Danach git es noch Salat und eine Pilz-Gemüse-Nudelsuppe.

61km, 4:10h, ^ 640m, 17*C, W

Britisches Wetter

Wir kochen uns nochmals ein Porridge zum Zmorgen. Als wir aus dem Zelt krabbeln ist der Himmel mehrheitlich blau, aber mit einigen Quellwolken durchzogen. Die ersten 10 Kilometer bis Dundee fahren wir gegen einen bissigen Westwind. Wir kaufen uns 14 knusprige Brötchen für 1£ (Aktionspack, sehr gute Qualität)! Diese belegen wir mit Käse, Pouletbrust und Tomaten. In Dundee schenkt uns die Route 10 Höhenmeter, da der Velozubringer auf die Taybridge via einen Lift geht. Bis zum Royal Air Force Flugplatz in Leuchars geniessen wir auf schönen autofreien Küsten- und Waldwegen die Weiterfahrt.

Die Quellwolken bleiben den ganzen Tag am Himmel und ziehen von West nach Ost. Einmal erwischt auch uns eine solche Nasszelle, doch der Spuk ist schnell vorbei. Zwei Mal werden wir noch leicht gestreift, kriegen aber nur einige Niesseltropfen ab. Der Regenanzug konnte in Alarmbereitschaft auf dem Packträger bleiben. Das Wetter zeigt sich heute typisch Britisch!

In Freuchie stehen wie im kleinen Dorfladen und haben keine Ahnung was wir zum Znacht kochen sollen. Nach langem Hin und Her verlassen wir den Laden mit einer Packung Chrunchymüesli, Bananen, Äpfeln, einem Liter Milch und einer 10 Packung Cappuchino fürs Znacht. Zum Zvieri kaufen wir uns noch ein Glace und zwei kleine feine Tyrrels Chipspackungen. Apropos Chips: Die Briten machen mit Garantie die besten Chips! Sorry Zweifel :-)

Kurz nach dem schönen Städtchen Falkland finden wir ein Schlafplätzchen im schützenden Wald. Nach den Cappuccinos und Müesli mit Früchten jassen wir noch drei Stunden auf dem iPhone. Dank dem Dahon Recharge Ladegerät können wir ja auch ohne Steckdose unsere elektronischen Geräte aufladen.

9.6.11 – 71km, 5:25h, ^ 530m, 17*C, W

Fish and Chips

Zum Frühstück kochen wir ein leckeres Porridge mit Apfel- und Aprikosenstückchen. Wir verabschieden uns von unserem Nordsee-Steinturm und radeln nach einem 10-Minuten-steil-bergauf-schieben meistens der Küste entlang bis nach Arbroath. Obwohl auf heute Regen gemeldet wurde, haben wir einen schönen, meist sonnigen Tag mit frischem Ostwind.

In Arbroath findem wir ein kleines Restaurant welches uns leckere Fish and Chips, sowie einen Steak-Pie mit Chips (bei uns würde es Blätterteiggebäck mit Siedfleischstück an dunkler Sauce heissen). Die Küche hat wirklich sehr gute Arbeit geleistet! Zum Dessert bestellen wir einen Applepie an Vanilliesauce (leider beides aus dem Pack und zu süss), sowie home-made Pancake mit Icecream, Cream und Maplesirup (auch sehr süss, aber lecker!!). Mit vollem Bauch gehen wir in den nächsten Supermarkt und kaufen Gemüse und Früchte für den Znacht ein. Alles andere haben wir noch.

Nach dem ausgiebigen Lunch kochen wir uns am Abend auf dem (teuren!) Camping von Monifieth eine Spargel-Pepperoni-Nudelsuppe. Bettina füllt wieder einmal eine Waschmaschine und möchte die saubere Wäsche im Freien trocknen lassen. Doch leider beginnt es zu regnen, sodass auch noch der Tumbler in Betrieb genommen werden muss. Währenddessen macht Andreas einen gründlichen Veloservice: Reinigung und Ölung der Kette, Reinigung der Ritzel und Überprüfung der Bremsen. Natürlich muss beim Velo von Bettina nur letzteres gemacht werden, da der Gates Carbondrive nicht gewartet werden muss.

8.6.11 – 71km, 4:30h, ^ 440m, 16*C, E

Turmbau zur Nordsee

Wir liegen bei Kerzenlicht in der warmen Badewanne. Danach kuscheln wir uns auf dem Sofa unter die Decke und schauen einen spannenden Film, trinken ein gutes Glas Rotwein und knabbern ofenfrische Foccacia… Jaja schön wär! Dies ist nur ein kleiner Auszug von unseren Tagträumen während wir bei 10 Grad, Wind und Regen einen sch… schottischen Hügel hinauf strampeln. (so dramatisch wie es klingt, ist es auch wieder nicht)

Doch beginnen wir beim noch warmen Morgen. Die Sonne weckt uns nicht mit ihrer Helligkeit, sondern mit der Wärme. In unserem Zelt ist es wie in einem Treibhaus. Wir stehen auf und gehen an die frische Luft. Es bläst ein kühlender Ostwind vom offenen Meer aufs Land. Zum Frühstück werden wir von unserer “Gartengastgeberin” auf feine Baconrolls (Brötchen mit frischgebratenem Speck) und Tea eingeladen. Lecker!

Bei 16 Grad starten wir auf unseren super Frischluft-Tourenvelos in den Tag. Leider sinkt mit jeder Viertelstunde auch die Temperatur. Bei 10 Grad angelangt, setzt dann leichter Regen ein. Als er stärker wird flüchten wir in den nächsten Supermarkt, kaufen uns Brötchen, einen französischen Brie und schottischen Schafskäse. Den Zmittag essen wir ebenfalls im Supermarkt.

Der Regen hat nachgelassen und wir fahren gemütlich durch das Städtchen Inverbervie. Spontan machen wir bei einem Coiffeur halt und Andreas hat wieder die kürzeren Haare wie Bettina. Danach fahren wir noch einige Kilometer der Küste entlang und stellen hinter den “Steindünen” unser Zelt auf. Anschliessend bauen wir aus den runden und flachen Steinen an der Nordsee den NSCR-Turm.

Zum Znacht gibt es gemischten Salat und Pasta miz einer köstlicheb Cherrytomaten-Pepperoni-Sauce. Als Nachtisch verdrücken wir noch einen Schokomuffin, ein paar Shortbreads (schott. Bitterkekse) und einige Winegums. Bald setzt der Regen wieder ein und wir geniessen die wohlige Wärme in unserem kleinen zu Hause, während wir auf dem iPhone mehrere Schieber, Coiffeurs und Differenzler spielen.

7.6.11 – 53km, 3:40h, ^ 550m, 16-10*C, E

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Aberdeen

Pancake! Zum Frühstück braten wir uns frische Pancakes. Gestärkt fahren wir die restlichen Meilen auf der Eisenbahnlinie bis Dyce. Von dort an ist Stadtverkehr angesagt. Bis am Mittag haben wir das Stadtzentrum von Aberdeen erreicht. Wir bringen unsere Velos und das Gepäck ins Hostel ud flanieren durch die lebhafte City.

Städte sind immer ähnlich. Riesige Shoppingmeilen, grosse Wohn- und Industriegebiete, sowie viel Verkehr. Wir lassen uns leider von der Hektik anstecken und fühlen uns mehr gestresst im grossen Rummel. Deshalb beschliessen wir das Geld fürs Hostel zu sparen und ausserhalb der Stadt einen Camping aufzusuchen.

Gesagt, getan. Doch wo sind die beiden, auf der Karte markierten Campings? Wir fragen einige Vorstädter in Cove um Rat. Doch nachdem wir ohne Erfolg drei mal durch die Vorstadt gefahren sind und nur einen vor drei Jahren aufgelösten Camping gefunden haben, geben wir die Suche auf und fahren Richtung Süden aufs Land. Es ist schon acht Uhr!

Beim ersten bewohnten Haus fragen wir ob wir im Garten übernachten dürfen. Die nette Dame willigt sofort ein. Nachdem wir eine grosse Portion Nudelsuppe gegessen haben, dürfen wir im Haus die Dusche benutzen. Eine wunderbare Wohltat nach dieser abendlichen Sucherei. Anschliessend werden wir noch auf einen Tea eingeladen. Müde und zufrieden schlafen wir gegen 23 Uhr in unserem Zelt ein.

6.6.1 – 55km, 4:05h, ^ 465m, 16*C, SE

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