North Sea Cycle Route

Holkham

Wie versprochen verlassen wir bereits um 7.00 Uhr den militärischen Boden. Über kleine Hügel und mit leichtem Rückenwind kommen wir gut voran und fahren in Holkham durch ein riesiges privates Anwesen mit Wildpark direkt ans Meer. Nach dem Städtchen Wells-next-the-Sea beginnt es plötzlich zu regnen und wir finden auf einem alten verlassenen Hof Unterschlupf. Wir planen uns in einem gemütlichen Restaurant in Fakeham zu verköstigen. Der Weg zieht sich etwas in die Länge und wir erreichen das kleine Örtchen erst um 12.40 beim Kilometerstand 62. Hungrig setzen wir uns an den Mittagstisch in einem Teahouse, wo auch viele Einheimische ihr Mittagessen geniessen.

Nach einer 2-stündigen Pause schwingen wir uns wieder auf den Sattel und fahren bis nach Foulsham. Da es weit und breit keine Campingplätze gibt, müssen wir uns mit einer kleinen Campsite ohne Dusche zufrieden geben. Wir waschen uns mit dem kalten Wasser aus dem Schlauch und kochen Pasta mit einer Pepperoni-Pilz-Rahm-Sauce.

23.6.11 – 84km, 5:30h, ^ 594m, 17-22*C, W

Wildcamp auf Militärareal

Als wir am Morgen losfahren bläst der Wind, wie gestern Abend, munter aus dem Süden. Bis nach Holbeach sind unsere Beine überdurchschnittlich gefordert. Danach verlassen wir die Route und radeln direkt ostwärts in Richtung King’s Lynn. Somit ersparen wir uns 20 Meilen gegen den Wind. In Sutterton probieren wir wieder einmal eine Portion Fish and Chips, müssen aber feststellen, dass die schottischen Köche ihr Handwerk besser beherrschen als ihre englischen Kollegen. Es war ziemlich fettig und pampig.

Die Gewitterwolken nähern sich uns rasch von hinten. Sobald wir die ersten Regentropfen spüren, suchen wir Zuflucht unter einem dichten Baum. Zurecht! Plötzlich regnet es in Strömen. Die Strassen werden zu Bächen und die vorbeifahrenden Autos verursachen riesige Wasserfontänen. Zum Glück haben wir mehr als drei Meter Abstand zur Strasse. Nach 20 Minuten ist der Spuk schon wieder vorbei und wir fahren weiter bis nach King’s Lynn. Dort geniessen wir bei Sonnenschein einen Costa Iced Coffee.

Beim Sandringham House, eine hochtouristische Sehenswürdigkeit, machen wir einen kurzen Stopp. Die Besichtigung des prächtigen Landsitzes würde uns 22£ kosten! Da schauen wir uns das Haus lieber auf den Postkarten im Touristenshop an und essen zu zweit zwei Mal in einem Restaurant. So sind halt unsere Prioritäten…

Einige Kilometer nach dem Sandringham House finden wir ein zwar eingezäuntes, aber frisch gemähtes und schönes Plätzchen zum Übernachten. An einer Stelle ist zum Glück der Stacheldraht kaputt und wir hiefen unsere Velos über den nun ungefährlichen, tieferen Zaun. Nach einwe Openairdusche gibt es einen Tomaten-Gurken-Salat und frische Tortelloni (Spinat-Ricotta & Schinken-Käse) mit Kefen und Cherrytomätchen.

Beim Einschlafen werden wir von einem anhaltenden, grossen Jeep “geweckt”. Eine forsche Männerstimme ruft laut “Out!”. So schnell wie möglich zieht Andreas die Hose an und schlüpft in die Schuhe. Der Mann fragt was wir hier zu suchen haben und erklärt uns, dass wir uns auf staatlich-militärischen Boden befinden. Au Backe! :-) Andreas erklärt ihm, dass wir nur auf der Durchreise sind und morgen früh weiterfahren. Erst nachdem der Herr von unserer Nordseeumradelung und Nationalität erfährt, lenkt er ein und meint: “No mess and you leave tomorrow! Is it your word?” Mit einem Handschlag wird das Versprechen besiegelt. Mit erhöhtem Puls krabbelt Andreas zurück ins Zelt und wir sind erleichtert, abends um halb zehn nicht alles einpacken und einen neuen Schlafplatz suchen zu müssen!

22.6.11 – 85km, 5:25h, ^ 167m, 15-25*C, SSW

Lincoln Cathedrale

Eine grössere Kirche als die Lincoln Kathedrale haben wir nun wirklich noch nie gesehen. Schon von weitem ragt sie mit ihren drei Haupttürmen über alle anderen Gebäude von Lincoln hinaus. Um einmal um sie herum zu gehen, benötigen wir sicher 10 Minuten. Das Bauwerk ist bis ins kleinste Detail einfach prächtig. Unfassbar wie von Hand so ein Meisterwerk gebaut werden kann.

Am Morgen kommen wir trotz Südwestwind zügig voran und erreichen vor dem Mittag bei 45 Kilometern Lincoln. Nach dem Besuch der gigantischen Kathedrale schlendern wir ein bisschen durch die Stadt und essen in einer Imbissbude Burger mit Chips. Wir kommen mit einem Paar am Nachbartisch ins Gespräch. Diese sind so beeindruckt von unserer Reise, dass sie uns 5£ schenken – für einen Drink!

Am Nachmittag fahren wir einem Kanal entlang. Der Radweg ist verkehrsfrei und flach. Leider bläst der Wind nun mehr von Süden als von Westen. Trotzdem fühlen wir uns fit und radeln voller Tatendrang in Richtung Boston. Unterwegs treffen wir zwei Holländerinnen, welche ihren 5. Teil der Nordseeroute absolvieren. Nächstes Jahr werden sie in Schottland den letzten Abschnitt radeln und haben dann auch die ganze Route mit dem Rad abgefahren.

Wir steuern den Camping kurz vor Boston an. Die letzten 10 Kilometer fordern aber nochmals alles von uns ab. Der Wind ist nun viel stärker und böhiger und unsere Richtung ändert sich nochmals leicht nach Süden. Wenigstens meint es Petrus gut mit uns und lässt die dunklen Regenwolken immer knapp hinter uns vorbeiziehen. Nur der Wind bläst ab und zu einige Tropfen bis zu uns. Als wir nach 98 Kilometern den sehr schönen Camping erreichen zeigt sich die Sonne von ihrer starken Seite und die Wolken verziehen sich. So haben wir einen warmen, schönen Abend!

Nach dem Wäschewaschen, Duschen und Zeltaufstellen machen wir einen kurzen Spaziergang an den campingeigenen Fischersee. Dort schreibt Andreas den ersten Blogentwurf und Bettina spitzelt die erntefrischen Kefen vom Bauern. Zurück beim Zelt gibts Znacht: Tomaten-Gurken-Eisberg-Salat und Lumaconi Pasta mit in Olivenöl geschwenkten Kefen und viel Cheddar Cheese.

21.6.11 – 98km, 6:15h, ^ 290m, 15-26*C, SW / stark S

Sonniger Faulenzerabend

Am Morgen suchen wir vergeblich in mehreren Ortschaften und Städten aktuelle Velokarten. In Beverley laden wir schliesslich einen Teil der Opencyclemap.org Karten aufs iPhone damit wir, bei verlorener Route, den Weg wieder finden. Die Opencyclemaps Karten sind wirklich gut und wir werden keine Zeit mehr mit Kartensuchen verplempern. Einzig die Campingplätze sind nicht eingezeichnet, aber die finden wir auch mit nachfragen.

Heute haben wir Sommerwetter in England. Obwohl, wieder einmal, Regen gemeldet wurde, scheint bei uns der ganze Tag lang die Sonne. Wenn der kühlende Wind kurz aussetzt, wird es richtig heiss. Kurz vor dem Mittag überqueren wir den breiten Humber nach Barton. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt geniessen wir im Schatten selbstgemachte Sandwiches.

Wir fahren wie gestern meist über leichte Hügelzüge an riesigen Feldern entlang. Gegen vier Uhr entscheiden wir uns die Sonne nicht auf dem Velo weiterzugeniessen und stellen das Zelt neben einem Rapsfeld in der Nähe von Caistor schön versteckt auf. Wir packen unsere Taschen komplett aus, damit alles endlich richtig trocknen kann. Nachher sonnt sich Bettina das erste mal im Bikini und Andreas sucht den Schatten :-) Nach dem Faulenzen freuen wir uns beide auf die abkühlende 1-Liter-Petflaschen-Dusche!

Zum Znacht kochen wir uns italienische Lumaconi Pasta mit einer Peperoni-Zwiebel-Tomaten-Sauce und frisch gehobeltem Cheddar Cheese. Davor gibt es wieder einen gemischten Salat und zum Dessert gibt es frische Kokosnuss und schweizer Milchschokolade von Lindt! Apropos Cheese: Die Briten verstehen es Käse zu machen! Wir finden in jedem Supermarkt ein breites und qualitativ gutes Käsesortiment vor. Da haben alle anderen Nordseestaaten klar das Nachsehen. So gegen 8 Uhr, als die Sonne nicht mehr auf das Zelt brennt und ein angenehm kühler Wind durchs Zelt bläst, legen wir uns auf unsere Mätteli, plaudern noch ein wenig und schlafen uns dann fit für den morgigen Tag.

20.6.11 – 74km, 4:45h, ^ 571m, SW

5000 Kilometer

Heute fahren wir zu 95% über verkehrsarme Landstrassen. Diese liegen rechteckig angeordnet zwischen vielen verschiedenen Feldern. Nur für eine kurze Strecke führt uns der Weg bei Bridlington der Küste entlang. Diese Stadt ist für uns der Inbegriff von Massentourismus. An der Strandpromenade gehen wir zuerst etwa einen Kilometer durch Schiessbuden, Scooterpark, Vergnügungsbahnen, Geisterhäuser und so weiter. Dann reihen sich Imbissstände, welche entweder Fastfood oder IceCeam anbieten, aneinander. Das Klientel, welches durch die Gassen bummelt, sieht auch entsprechend aus.

Wir versuchen unser Glück in einer Bäckerei und kaufen uns Sausagerolls und Applerolls. Die Blätterteiggebäcke sehen lecker aus. Doch als wir hineinbeissen kommt die grosse Ernüchterung. Im Blätterteig ist keine Sausage, sondern eine fade, undefinierbare Wurstmasse. Noch besser wird es bei den Apfeltaschen. Diese sind zur Hälfte mit der gleichen üblen Wurstmasse gefüllt. Apfel-Wurst-Blätterteig… was ist denn das?!? Im nächsten Supermarkt kaufen wir uns Nektarinen und geniessen diese Naturprodukte sichtlich!

Am Nachmittag fahren wir bis kurz vor Beverley und dürfen in einem Garten übernachten. Doch anstatt einer Dusche werden uns zwei dänische Carlsberg-Bierflaschen angeboten. Naja, wir können nicht immer Glück haben mit unseren Gastgebern. Als wir die Bierflaschen zurückbringen, erfahren wir wieso uns keine Dusche offeriert wurde. Sie sind das Haus immer noch am umbauen und die Dusche ist noch nicht fertig. Deshalb dürfen wir in die Badewanne sitzen! Unser erstes Bad aufs 5000ste Kilometerjubiläum ist herrlich. Danach lassen wir uns unseren Znacht richtig schmecken: 750g Frühkartoffeln, Salat, 2 frische Käsesorten und 6 Spiegeleier.

19.6.11 – 84km, 5:35h, ^ 519m, 13-19*C, W

England schlägt Norwegen!

… Nein nicht im Fussball, aber in der Steigung der Strassen. Schon wenige Meter nach dem Start am Morgen und bei Regen zeigt der Velocomputer 18% Steigung an. Auch auf der anderen Seite des ersten York Moor Hügels sieht es nicht anders aus. Bei 20% Gefälle sind unsere Scheibenbremsen im Dauereinsatz. So sehen die ersten 18 Kilometer am Morgen aus. Steigungen und Gefälle betragen mindestens 10% und erreichen Höchstwerte von 22%. So erreichen wir nach 18 Kilometer schon mehr als 500 gefahrene Höhenmeter. Das hatten wir nicht einmal in Südnorwegen! Wenigstens ist die Landschaft einmalig. So lenken wir uns mit Blicken links und rechts von der Anstrengung ein wenig ab.

Anschliessend wechseln wir auf eine stark befahrene Hauptstrasse um einige Höhenmeter auszulassen. Der Verkehr ist uns völlig egal, denn wir geniessen eine 7 Kilometer lange Abfahrt bei leichtem Gefälle und Westwind im Rücken. In Whitby belohnen wir uns mit Fish and Chips zum Zmittag. Das Lokal ist leider ein Fehlgriff. Der Fisch und auch die Chips schwimmen im Fett. Zum Glück ist das unserem Körper egal, denn der schreit “nur” nach Energie. Ja und die hat er bekommen :-) .

Bis nach Scarborough fahren wir für 30 Kilometer wieder einmal auf einem alten Bahntrassee. Der Untergrund wechselt zwischen Kies und festem Dreck. Weil es immer noch leicht am regnen ist, sehen unsere Räder auch dementsprechend dreckig aus. Es ist schön, dass Eisenbahnen maximal 2% Steigungen überwinden können. Die Küste besteht hier aus hohen Felsen und wir haben – wenn der Regen und Nebel nicht zu stark ist – eine tolle Aussicht auf die Nordsee. Ach ja, wir fahren noch durch die Robin Hood Bay! Vom echten Robin? Wir wissen es nicht…

Weder in Whitby noch in Scarborough finden wir Velokarten für die Region Scarborough bis Harwich. So werden wir morgen nur mit Hilfe der Beschilderung der Route folgen. Wir fahren noch 7 Kilometer aus Scarborough heraus und stellen unser Zelt für 15£ auf dem Camping von Cayton auf. Zum Glück ist in England jetzt Nebensaison. Sonst würden wir für 2 Personen mit einem kleinen Zelt 28£ bezahlen!!! Andreas vollbringt nach der Dusche seine dritte Rasur :-) . Zum Znacht essen wir nach einem Salat, eine Poulet-chinesische-Gemüse-Fusilli-Suppe. Danach gibt es noch einen Cappuccino mit Shortbread, Oreo, Milchschokolade und schwarze Schokolade.

17.6.11 – 77km, 6:10h, ^ 960m, 13-19*C, W

North York Moors

Die 40km am Morgen fahren wir hauptsächlich auf der alten Eisenbahnstrasse. Wir geniessen die flachen Kieswege. In Stockton-on-Tees essen wir wieder einmal ein Hühnchen und decken uns mit genügend Nahrungsmitteln ein. Hier sehen wir viele alte und heruntergekommene Industrie- und Wohnquartiere. Auch als wir durch Middlesbrough fahren ändert sich das Bild nicht. Wir folgen weiterhin der Route 1 und merken erst nach etwa 5km, dass die Nordseeroute eigentlich ausnahmsweise der Route 52 entlang geht. Damit wir den Weg durch den Nationalpark nicht verpassen, fahren wir auf einer verkehrsreichen Hauptstrasse direkt nach Great Ayton, wo wir wieder auf unserer Nordseeroute sind.

Es folgen nun kleinere Steigungen bis auf das Plateau, wo unser Weg darüber führt. Unser Zelt schlagen wir kurz vor der “Passhöhe” in einem Wald im Nationalpark North York Moors auf. Zum Znacht gibt es einen feinen Tomaten-Mozzarella-Basilikum-Salat, Kefen-Pepperoni-Pilz-Zwiebel-Rahm-Gingerbier-Pasta und zum Dessert frische Kokosnuss und Schokolade.

17.6.11 – 78km, 5:50h, ^ 574m, 15-23*C, S

Es wird flacher

Beim Erwachen regnet es immer noch. Wir verlassen deshalb unser Zelt in der Regenbekleidung. Doch schon nach den ersten Metern hört der Regen auf. Im Fahrtwind trocknet die Regenbekleidung rasch, so dass wir sie nach 10 Minuten schon wieder in unsere Taschen versorgen. Wir fahren heute meistens sehr nahe an der Küste über schmale Strassen, Feld- und Wiesenwege. Es hat sehr viele Sandstrände und auch Dünen, wie wir sie von Dänemark kennen. Die Route verläuft heute über sehr flaches Gelände. Mehr als 30 Meter über Meer erreichen wir erst am Tagesende.

Ab Blyth fahren wir bis Tynemouth fast ununterbrochen an Wohnhäusern vorbei. Die Stadt Newcastle möchten wir nicht durchradeln. Deshalb überqueren den Tyne an seiner Mündung mit einer kleinen Fähre. In South Shields erkundigen wir uns nach dem nächsten Camping. 3 oder 50 Kilometer! Der Erste ist zu nahe, der Nächste zu weit weg. Wir radeln noch der Küste entlang bis Sunderland und stechen dann ins Landesinnere.

Beim Kilometer 79 erreichen wir das Dorf Murton und versuchen unser Glück gleich beim ersten Haus. John heisst uns in seinem Garten herzlich willkommen und auch die Dusche dürfen wir benutzen. Beim Zeltaufstellen unterhält uns John’s 3-jähriges Töchterchen Lona mit vielen Fragen. Zum Znacht gibt es einen Salat, eine Poulet-Chinagemüse-Fusilli-Suppe und ein Exotikjogurt.

16.6.11 – 79km, 5:15h, ^ 435m, 14-23*C, SW

Ginger Beer and Pear Cider

Über holprige Küstenpfade und Wiesenwege starten wir in den Tag. Oft fahren wir nur wenige Meter vom Meer entfernt der Küste entlang. Hier in England nimmt die Schloss-, Burgen- und Ruinendichte markant zu. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der Wälder und Bäume.

Bis Craster kommen wir trotz Gegenwind gut voran. Dann müssen kurz nach einer Baustelle einen Plattenstopp machen. Im Hinterrad von Andreas steckt ein Nagel. Bis auf die sehr dreckigen Finger ist nach einer halben Stunde alles wieder in Ordnung.

In Amble möchten wir uns nur noch einen Dessert kaufen, können aber dem 3 für 2 Angebot bei den Ciders nicht widerstehen. So verlassen wir den Tesco mit zwei Crabbie’s Ginger Beer und einem Magners Pear Cider. Kurze Zeit später finden wir unser Schlafplätzchen an bester Meerlage. Bevor wir das Zelt aufbauen, stossen wir mit den Feierabendbieren an. Zum Znacht kochen wir uns einen Chicken-Zwiebel-Pepperoni-Broccoli-Eintopf mit Kartoffelstock. Zum Dessert gibt es gekaufte Caramelköpfli.

Für heute war eigentlich Nieselregen gemeldet, doch der Regen setzt erst gegen acht Uhr ein. So macht Zelten Spass! Bei trockenem und warmem Wetter Rad fahren, ein tolles Schlafplätzchen finden, kochen und gut essen und wenn alles getan ist aufs Mätteli liegen und zuhören wie es zu regnen beginnt. :-)

15.6.11 – 75km, 5:30h, ^ 621m, 15 – 26*C, S

England

Mit Rückenwind fahren wir den ganzen Morgen zügig über verkehrsarme Nebenstrassen dem Tweed entlang. Nach 50 Kilometern erreichen wir bereits um 11:30 Uhr Norham. Dort essen wir unsere Mittagsbrötchen. Die weiteren 12 Kilometer bis Berwick-upon-Tweed sind ebenfalls sehr locker zu fahren. Erst ganz kurz vor der Küste ersetzt ein kühlender Ost-Meereswind den warmen Westwind.

Im schönen Zetrum von Berwick geniessen wir ein feines Glace. Danach machen wir noch die nötigen Einkäufe. Wir fahren noch einige Kilometer der englischen Küste entlang bis wir in der Nähe von Haggerston einen prima Camping finden. Endlich hat es keine linearangeordnete Jahreswohnwagenburgen, sondern eine einfache Wiese mit einigen Zelten und normale “Wohnwägelchen”. Es ist auch der erste Camping der belebt ist. Vor unserem Zelt spielen einige Kinder American Football und Rugby. Wir sehen zwar nur ein Gerammel mit einem Fussball :-) .

Nach einem grossen Topf Salat essen wir eine Gemüse-Pilz-Nudelsuppe. Anschliessend spazieren wir noch über die Sandstrasse ans Meer. Ein Weg von der Küste bis zum Wasser dauert ca. 10 Minuten. Der Strand isr hier wirklich extrem breit. Zurück beim Zelt schlafen wir bei den letzten Sonnenstrahlen ein.

14.6.11 – 85km, 5:10h, ^ 670m, 14-22*C, W / E

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