Donau Radweg

Das war sie – Die Donauradtour 2013

Donauradtour - Karte

Fotos Donauradweg (Budapest – Schweiz)

Da kurz nach Budapest mein Objektiv der EOS 5D Mark III ausgestiegen ist und ich erst in Bratislava Ersatz gefunden habe, folgend noch einige

Low-Quali-Fotos vom iPhone.

 

Fotos Budapest

Herzlichen Dank unseren Guides Zsofie und Marc für die Einladung! Wir haben die 3 Tage mit euch extrem genossen!

Zrugg i dr Schwiiz!

Der Start in den letzten Radtag auf unserer Tour fällt uns leicht. Die “Nachhausekommen”-Energiereserven werden aktiviert. Wir radeln durch das leicht hügelige Allgäu. Eine äusserst sehenswerte Region! Die Radwege führen meist über abgelegene Nebenstrassen,vorbei an Weiden mit den schwarz-weissen Kühen und Wäldern. Den ersten Halt machen wir neben einem Erdbeerfeld. Das Feld ist eigentlich kein Selbstpflückfeld, aber wie wir von Einheimischen Pflückern erfahren, wurden die Laden-Erdbeeren schon gepflückt. Sobald am Anfang und Ende des Feldes ein Kässeli steht, kann jeder das “Übriggebliebene” für sich pflücken. Wir naschen uns durch das Feld und pflücken noch ein Schälchen voll für unterwegs. Beim Kässeli staunen wir über den Preis 1kg = 1€ :-D Bester Preis für beste Erdbeeren!

Im hübschen Städtchen Wangen halten wir vor einem Biokäseladen. Wir möchten nur etwas Käse kaufen, den Rest haben wir noch bei uns. Die Verkäuferin lässt uns von den ausgezeichneten Käsen aus der Region degustieren und legt uns ans Herz bei der Bäckerei um die Ecke noch die Silserbrezen und Seelen zu probieren. Dazu gibt sie uns noch eine gute Portion frische Butter mit. Das Gebäck zusammen mit der frischen Butter und dem Käse sind ein Gedicht! Nach einem Weilchen kommt die Verkäuferin nochmals aus dem Laden und empfiehlt uns noch von der frischen Buttermilch zu kosten. Ebenfalls sehr lecker! Leider hindert uns die Hitze daran, Käse auf Vorrat mitzunehmen. Doch wir werden sicher demnächst einen Vespaausflug nach Wangen im Allgäu machen.

Weiter gehts mehrheitlich leicht bergab und immer mit Blick in den Alpstein bis nach Lindau. Dort wechseln wir auf den Bodenseeradweg. An der Bregenzerach hüpfen wir kurz ins kühlende Wasser und radeln weiter bis an den Rohrspitz, wo wir nochmals ein längeres Bad geniessen.

Nach 108 km erreichen wir Rorschach. Auf den letzten und uns gut bekannten Kilometern bis nach St. Gallen hilft uns der Thurbo :-) Kurz vor 7 Uhr schliessen wir unsere Wohnungstür auf. Wir haben es geschafft! 14 Tage nach unserem Start in Budapest und mit ca. 1100 Kilometern entlang der Donau, plus zusätzliche 200 von Ulm nach St. Gallen in unseren Beinen können wir eine weitere erlebnisreiche und tolle Velotour abschliessen.

23.7.13 – 108km, 5:55h, 25 – 35*C, S-Wind

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Ulm und Illerradweg

Nach dem Kettenentsanden und Frischschmieren, sowie dem Frühstück mit Franz brechen wir um 9 Uhr auf. Heute ist ein Hitzetag angesagt. Doch zum Glück verläuft der Ragweg nach Ulm grösstenteils durch schattige Auenwälder, welche uns die Sonne vom Leib halten. Unterwegs spricht uns ein Rennradfahrer an. Wir plaudern fahrend über unsere Tour, das anstehende Ulmer Volksfest und den Nabada (Schiffsumzug auf der Donau durch Ulm). So vergeht die Zeit wie im Fluge und ehe wir es erwarten, fahren wir schon in Ulm ein.

Nach einem Spaziergang ohne Räder durch die Altstadt und zwei Sandwiches vor dem Ulmer Münster beobachten wir auf dem letzten Kilometer entlang der Donau eine Entenmama mit acht kleinen niedlichen Entlein, wie sie stromaufwärts schwimmen und teils fast auf dem Wasser rennen. Kurz danach verlassen wir die Donau.

Auf dem kiesigen Illerradweg holpern wir den gesamten Nachmittag in Richtung Süden. Die Hitze merken wir nicht so stark wie erwartet, da auch der Illerradweg meist unter Bäumen verläuft. Wir geniessen die Ruhe entlang der Iller. Erst jetzt wird uns bewusst wie “kommerzialisiert” der Donauradweg ist. Wo uns an der Donau im Minutentakt andere Radler begegnen, zählen wir hier auf gut 60 Kilometer zirka zwanzig.

In Altenstadt essen wir bei einer Pause in einem Gasthof einen grossen Salat mit Chicken Wings und Pommes, dazu gibts wie schon so oft in Deutschland gespritze Fruchtsäfte (Johannisbeere schmeckt uns am besten). Der Iller entlang gehts weiter bis nach Aitrach, wo wir einkaufen und uns auf einem supernetten Camping für die kommende Nacht niederlassen. Der Camping ist sehr gut ausgebucht und zu 90% hausen hier Holländer. Es herrscht eine sehr ruhige, gemütliche, aber fröhliche Stimmung. Viele Kinder spielen auf dem Spielplatz, im Pool oder zwischen den Wohnwagen und Zelten.

Nach dem Abendessen (Pflücksalat und griechischer Salat) baden wir ebenfalls kurz im Pool, nehmen eine Dusche und schauen einer Runde Kubb zu. Eine grosse Kiderschar bricht zu einer geführten Fackelwanderung auf. Auf dem Camping wird täglich ein Kinderprogramm angeboten, wie heute die Fackelwanderung oder Origami falten, Steckenbrot backen, usw. Es sind wirklich tolle Sachen!

Morgen brechen wir zu unserem letzten Tag auf. Wir werden am Morgen die letzten Höhenmeter aufwärts angehen, bevor wir an den Bodensee heruntersausen können. Und von Bregenz aus ist es auch nicht mehr weit in die Schweiz!

22.7.13 – 98km, 5:30h, 25 – 36*C, leichter NE-Wind

In Günzburg bei Onkel Franz

Um 7 Uhr früh in der Morgenfrische gehts los in Richtung Donauwörth. Nach einigen kurzen Anstiegen über kleinere Hügelzüge kaufen wir uns beim Bäcker in der Stadt unser Frühstück. Der Donauradweg führt uns immer wieder ins Hinterland. Diese landschaftliche Abwechslung und auch die Aussichten von den Hügeln aus geniessen wir in vollen Zügen. Um ein Haar kolidieren wir mit einem Reh, welches sich in einem Graben neben der Strasse ausgeruht hat und durch unser Vorbeifahren aufgeschreckt wird. Der instinktive Fluchtversuch beginnt mit einem Satz auf die Strasse. Wir erschrecken ebenso wie das Tier, welches noch rechtzeitig eine 180-Gradwende macht und im Maisfeld verschwindet.

Wir fahren an vielen Dörfern vorbei, in welchen gerade ein Sommerfest stattgefunden hat und die Leute am aufräumen sind oder in welchen die Festzelte gerade aufgebaut werden.

In Gundelfingen an einem Baggersee ruhen wir uns 2 Stunden aus, stärken uns mit den restlichen Antipasti vom Vortag und kühlen uns im See ab. Von hier sind es nur noch 20km bis wir in Günzburg bei Franz und Bärbel eintreffen. Wir geniessen im Schatten vom Sonnenschirm eine kühle Zitronenlimonade und stossen kurz vor dem Abendessen auf den Geburtstag von Bettina mit einem Glas Prosecco an. Hin und wieder ertönt ein merkwürdiges Grunzen unter der Hecke. Wir vermuten, dass sich dort ein Frosch versteckt hält, entdecken aber beim Eindunkeln zwei Igel im Garten.

21.7.13 – 83km, 4:15h, 25-34*C, SW-Wind

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Die ersten Höhenmeter

In den Morgenstunden fahren wir zügig nach Ingolstadt. Dort geniessen wir ein spätes, aber superleckeres Früstück bei “Anna”. Auf dem Wochenmarkt kaufen wir beste Oliven, eine mediterane Pesto und eingelegtes Grillgemüse.

In Neuburg spazieren wir durch das schönste Renaissanceschloss an der Donau und das umliegende Städtchen um uns die Beine zu verteten. Danach baden wir in der Donau und Andreas legt sich für ein Siestanickerchen hin. Um 4 Uhr werden die Temperaturen erträglicher und wir brechen zu den letzten Kilometern auf. Heute radeln wir das erste Mal so richtig aufwärts, auch wenn nicht sehr hoch. Unsere Tageshöhenmeter erreichen 180 Meter. Diese Zahl erreichten wir nicht einmal während den letzten 1000 Kilometern. Apropos Kilometerstand: wir zählen unseren 1002. Kilometer…

Der Camping in Marxheim ist nur ein kurzer Wiesenstreifen neben dem Parkplatz eines Wirtshauses. Naja. Die Semmelknödel mit Pfifferlingssauce und die in Sesam gebackenen Schweinsmedaillons mit einer Ofenkartoffel schmecken gut. Doch das nächste Mal in einem deutschen Restaurant bestellen wir nur noch halbe Portionen. Wir platzen fast aus allen Nähten!

20.7.13 – 77km, 4:05h, 25 – 36*C, leichter NE-Wind

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Walhalla, Regensburg und der Donaudurchruch

Müsli mit Milch aus dem Kühlschrank und frische Himbeeren zum Frühstück ist heute eine Premiere auf unserer Tour. Wegen den hohen Temperaturen haben wir bisher auf das Einkaufen von Milch verzichtet. Nachdem wir uns von der Familie Rauscher verabschiedet haben, führt unser Weg weiter der Donau entlang in Richtung Regensburg. Die Sonnencreme kommt schon vor 9 Uhr morgens zum ersten Einsatz.

Vor Donaustauf erklimmen wir die 420 Treppenstufen zur Walhalla. Diese Ehrenhalle, nach antikem Vorbild unter der Herrschaft von König Ludwig I. in den Jahren 1830 – 1842 errichtet, beherbergt über 160 Marmorbüsten von “rühmlich ausgezeichneten Teutschen”. Unser nächster (und längerer) Halt ist in der Stadt Regensburg. Ihr Ursprung reicht schon über 2000 Jahre zurück und die Altstadt ist heute ein UNESCO Weltkulturerbe. Es gibt vieles zu sehen: Der Dom, das Schloss der Thurn und Taxis, das Haus von Johannes Kepler, zahlreiche Plätze und verwinkelte Gässchen. Uns gefällt es hier!

Von Regensburg aus radeln wir, mit einem abkühlenden Badestopp in der Donau zur Abkühlung, nach Kehlheim. Von dort bringt uns ein Schiff durch den Donaudurchbruch. Es ist ein fantastisches Erlebnis durch die ausgefressene Felsenschlucht hindurch zu fahren. Das Schiff setzt uns beim ältesten Kloster Bayerns Weltenburg ab. Dort hüpfen wir nochmals ins kühlende Nass und radeln anschliessend abseits der Donau durchs Hinterland zwischen Staubing und Bad Gögging. Eine bezaubernde Felder- und Waldlandschaft zieht sich hier über die leichten Hügel hinweg. Wir fahren durch Hopfen- und Weizenfelder, welche wahrscheinlich für die Klosterbrauerei Weltenburg bestimmt sind. Andreas musste auf dem Schiff das dunkle Bier aus der ältesten Klosterbrauerei Deutschlands (1050) kosten. Kommentar: kräftig und erfrischend!

Vor Neustadt zelten wir auf dem wohl modernsten Camping, den wir je gesehen haben. Topmoderne Sanitäranlagen (eine Dusche hat mind. 6m2), schöner Platz und das Beste ist der Kräutergarten! Darin bedienen wir uns tüchtig für unsere Zucchettipasta

19.7.13 – 92km, 4:50h, 24 – 36*C, leichter NE-Wind

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Sarahs Einladung

Am Morgen verabschieden wir uns von Florian und Sarah und radeln in der angenehmen Morgenfrische gegen Westen. In Winddorf essen wir vor einer Bäckerei leckere Süssgebäcke.

Bis Deggendorf kommen wir gut voran und decken uns hier mit Lebensmitteln ein. Nach einigen Kilometern ausserhalb der Stadt flüchten wir vor der immer erdrückenderen Hitze in den Schatten eines Baumes zwischen dem Donaudamm und einem Maisfeld. Dort essen wir ein wenig und ruhen uns aus. In dieser Hitze haben wir kaum Appetit.

Die starke Sonne lässt uns auch in Bogen einen Stopp machen. In einer Eisdiele erfrischen wir uns und warten auf kühlere Zeiten… Trotzdem geniessen wir das Velofahren und freuen uns immer wieder Neues zu entdecken. So auch das schöne Zentrum von Straubing. Hier findet, nach München, das zweitgrösste Bierfest von Bayern statt (also erst im August, aber sie beginnen schon jetzt mit dem Aufbau der grossen Festzeltstadt).

Die Einladung von Sarah, bei ihr zu Hause zu nächtigen, nehmen wir gerne an. Sie ist zwar auf Reisen und ihre Eltern wissen noch nichts von unserem “Überfall”, aber wir versuchens einfach… :-) Nach 108 Kilometern in den Beinen erreichen wir unser Ziel. Wir werden von ihrem Opa herzlich begrüsst und er freut sich über die persönlichen Grüsse seiner Enkelin. Auch von Renate und Peter, welche kurz darauf von der Arbeit nach Hause kommen, werden wir mit Freude willkommen geheissen. Duschen, auf dem Gartensitzplatz Znacht essen, plaudern bei einem Glas Wein und anschliessend wieder einmal in einem Bett schlafen. So sieht unser Abend heute aus. Wir geniessen ihn in vollen Zügen!

@Renate und Peter: Vielen vielen Dank für eure wunderbare Gastfreundschaft! Es hat uns riesig gefreut euch kennenzulernen! Wir hoffen, uns eines Tages in St.Gallen revanchieren zu können ;-)

18.7.13 – 108km, 5:25h, 24 – 36*C, Ost bis Nordwind wechselnd

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Jahrtausendhochwasser Gebiet Passau

Auf dem heutigen Donauabschnitt bis Passau benutzen wir 3 Fähren. Zweimal wechseln wir die Seite und mit einer Fähre fahren wir ca. 3 Kilometer der berümten Schlögner Schlinge entlang. Die Radinfrastruktur ist zwischen Wien und Passau auf höchstem Niveau. Top ausgebaute Radwege beidseits der Donau und immer wieder bestehen Möglichkeiten die Donau mit Radfähren zu überqueren. Wir würden sagen, dass diese Route mindestens 5 Sterne verdient hat!

Die Donau hat sich tief in die Hügelzüge gefressen und die Radstrassen sind häufig im kühlenden Schatten von alten Bäumen. Mit ihren Schlingen ist dieser Abschnitt auch landschaftlich ein Highlight. Mit jedem Richtungswechsel zeigt sich das Donautal von einer neuen, wunderbaren Seite.

Zum Mittagessen halten wir in einer von Dörfern abgelegenen Schenke am nördlichen Ufer vor Passau, welches schon zu Deutschland gehört. Andreas bestellt sich fangfrischen Donau Fisch und staunt schon als er für 8.20€ zwei grosse Brachse oder Nasen serviert bekommt. Es schmeckt ausgezeichnet und der Radlerbauch kommt auch mit der Menge gut zurecht :-) .

Passau ist eine wunderbare, alte Stadt, eingeklemmt zwischen Donau und Inn. Als wir die Altstadt besichtigen, trifft uns der Schlag. Die reinste Baustelle. Alle Gebäude sind im Parterre und vielerorts auch im ersten Stock komplett ausgeräumt. Das Hochwasser hat hier mit voller Wucht zugeschlagen. Seit der Hochwassermessung erlebte die Stadt noch keine so verheerende Überschwemmung. Beim alten Rathaus zeigen uns die Hochwassermarkierungen an der Fassade einen Vergleich: Bettina sieht winzig zur ca. 4 Meter hohen Wasserhöchststandmarkierung aus! Viele Geschäfte haben immer noch geschlossen. Einige sind in Containerprovisorien umgezogen.

Nach einem Döner Kebab (einer der Besten! Mit frischgebackenem Brot) radeln wir einige Kilometer aus der Stadt auf einen Camping in der Nähe von Otterskirchen. Dort lernen wir Florian und Sarah kennen, welche vor zwei Tagen zu ihrer Donauradreise aufgebrochen sind. Wenn sie die Freude am radeln nicht verlieren, möchten sie entlang der Donau bis ans Schwarze Meer fahren. Sie schreiben ebenfalls einen Blog: www.floundsarahdrehenamrad.blogspot.com. Wir werden eure Radreise gespannt mitverfolgen! Viel Spass euch beiden!

17.7.13 – 88km, 4:25h, 18 – 36*C, meist windstill

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